{"id":19626,"date":"2013-12-16T11:14:28","date_gmt":"2013-12-16T11:14:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.riverly.com\/680-vom-niederen-flusslauf-hoch-in-die-berge-reisebericht-eines-begeisterten-schifffahrers\/"},"modified":"2026-03-21T21:03:30","modified_gmt":"2026-03-21T21:03:30","slug":"680-vom-niederen-flusslauf-hoch-in-die-berge-reisebericht-eines-begeisterten-schifffahrers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.riverly.com\/de\/blog\/680-vom-niederen-flusslauf-hoch-in-die-berge-reisebericht-eines-begeisterten-schifffahrers\/","title":{"rendered":"Reisebericht eines begeisterten Schifffahrers"},"content":{"rendered":"\n<p>Jean-Fran\u00e7ois Macaigne erz\u00e4hlt von den H\u00f6hepunkten seines\u00a0<strong>Ausfluges<\/strong>\u00a0mit dem Hausboot\u00a0<a href=\"https:\/\/www.riverly.com\/de\/hausbooturlaube\/frankreich\/burgund-saone\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">entlang der Sa\u00f4ne, von Scey bis nach Besan\u00e7on<\/a>: Anekdoten und Reisetipps eines begeisterten Hausbootfahrers entlang der franz\u00f6sischen Kan\u00e4le<\/p>\n\n\n\n<p>In Scey-sur-Sa\u00f4ne erwartet uns ein\u00a0<strong>Hausboot<\/strong>\u00a0mit drei Kabinen. Dabei sind wir nur zu dritt; ein befreundetes P\u00e4rchen musste im letzten Moment leider absagen. So kommt uns das\u00a0<strong>Boot<\/strong>\u00a0fast ein bisschen zu ger\u00e4umig vor&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wasseroberfl\u00e4che ist glatt, alles ist ganz friedlich. Am n\u00e4chsten Tag fahren wir bei Morgend\u00e4mmerung durch die erste Schleuse und in den Tunnel St. Albin, der durch das morgendliche Lichtspiel fast magisch wirkt. Der erste Ort, den wir besuchen, ist Rupt-sur-Sa\u00f4ne. Wir passieren erst das Schloss und dann die Kirche mit ihrer Kuppel im typischen Comtoise-Stil. Um die leicht absch\u00fcssigen Gassen zu erkunden, legen wir an und gehen zu Fu\u03b2 weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sa\u00f4ne bietet im weiteren Flussverlauf viele weite Felder, Weiden und Haine. Und viele Schleusen\u2026! Hier braucht es etwas Geduld und Ruhe. Schlie\u03b2lich taucht das Schloss von Ray-sur-Sa\u00f4ne auf der rechten Seite auf. Wer es besuchen m\u00f6chte, sollte beim Anlegen darauf aufpassen, nicht im Nebenarm des Flusses auf Grund zu laufen. Kurz darauf erreicht man mit dem Boot einen zweiten Tunnel: die Unterf\u00fchrung von Savoyeux. Am Abend befinden wir uns bereits gegen\u00fcber der Carrosse-Insel und sehen gerade noch die Sonne hinter der stillen Wasseroberfl\u00e4che untergehen. Kein Laut ist mehr zu h\u00f6ren, keine Welle schl\u00e4gt mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Am darauffolgenden Tag ist es vorbei mit der Ruhe: Wir werden unsanft von einem Fischer geweckt, dessen Revier wir beschlagnahmten. Schnell werfen wir den Motor an und machen uns auf den Weg nach Seurre, um dort eine Kleinigkeit zu fr\u00fchst\u00fccken. Etwas weiter durchqueren wir Gray, und schippern an wundersch\u00f6nen Geb\u00e4uden aus der Zeit der Renaissance vorbei. Und gl\u00fccklicherweise auch an einem Supermarkt, in dem wir unsere Lebensmittelbest\u00e4nde aufstocken. Nach Mantoche und Pontailler wird die Sa\u00f4ne breiter und schl\u00e4ngelt sich gem\u00e4chlich durch W\u00e4lder. Dann k\u00fcndigen zwei pilzf\u00f6rmige T\u00fcrme zweier Wasserschl\u00f6sser bereits Auxonne an. Das St\u00e4dtchen ist bei den Fluss-Schiffern bekannt f\u00fcr seine enge Talsperre, die bei Hochwasser ge\u00f6ffnet werden kann. In Axonne bewundern wir das alte Schloss und seinen Turm, den Luis XI. hat errichten lassen, um die Bewohner besser im Blick zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei Stunden weiter flussabw\u00e4rts, hei\u03b2t es Augen auf, um nicht die Stelle zu verpassen, an der der<strong>\u00a0Canal du Rh\u00f4ne in den Rhein<\/strong>\u00a0flie\u03b2t, der uns bis nach D\u00f4le und Besan\u00e7on f\u00fchrt. Am n\u00e4chsten Morgen, nachdem wir gerade eine Schleuse passiert hatten, taucht pl\u00f6tzlich vor uns ein Heer von Rohren, Leitungen und riesigen Tanks vor uns auf: die Solway-Werke. Wir entfernen uns langsam, doch das Bild hat sich fest ins Ged\u00e4chtnis eingebrannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir fahren an Choisey und weiteren sch\u00f6nen Orten vorbei bis nach D\u00f4le. Der Hafen befindet sich ganz am Ende der kleinen Gemeinde, am Fu\u03b2e eines mittelalterlichen Turms. Das dortige Gerberviertel reicht bis ins Wasser. Am Quai laden einige kleine Restaurants zum Verweilen ein; das ganze Ambiente erinnert ein wenig an Venedig.<\/p>\n\n\n\n<p>Von D\u00f4le sind es noch gut zwei Tage bis nach Besan\u00e7on. Wir bestaunen die Zwiebelt\u00fcrme der Kirche von Baverans und passieren einige lange Streckenabschnitte zwischen den darauffolgenden Schleusen. Die Landschaft ist in ein sattes Gr\u00fcn getaucht und ver\u00e4ndert sich st\u00e4ndig: Felsw\u00e4nde, manchmal \u00fcberragt von H\u00e4usern mit spitzen D\u00e4chern, gefolgt von kleinen Staud\u00e4mmen an der Wasseroberfl\u00e4che. Wir erreichen die Unterf\u00fchrung von Thoraise, direkt danach erstreckt sich das Flusstal von Doubs zwischen zwei gro\u03b2en H\u00fcgeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir f\u00fchren unsere Fahrt inmitten dieser herrlichen Landschaft fort. Pl\u00f6tzlich taucht direkt vor uns eine rie\u03b2ige Mauer auf, die mitten auf einem Berg thront. Sie k\u00fcndigt die Zitadelle von Besan\u00e7on an. Wer relativ z\u00fcgig die n\u00e4chste\u00a0<strong>Locaboat-Basis<\/strong>\u00a0erreichen m\u00f6chte, muss sich hier rechts halten und die Unterf\u00fchrung von Tarragnoz durchqueren. Es besteht aber auch die M\u00f6glichkeit, in die Flussschleife von Besan\u00e7on zu fahren. Wir entscheiden uns f\u00fcr Letzteres und erreichen schlie\u03b2lich den neuen Hafen der Cit\u00e9 des Arts et de la Culture, wo sich die Basis von\u00a0<strong>Locaboat<\/strong>\u00a0befindet. Jetzt m\u00fcssen wir nur noch anlegen, um in aller Ruhe zu Fu\u03b2 die Geburtsstadt Victor Hugos und der beiden Lumi\u00e8re-Br\u00fcder erkunden zu k\u00f6nnen. Die Ferien sind damit beinahe beendet; und waren mal wieder viel zu kurz&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jean-Fran\u00e7ois Macaigne erz\u00e4hlt von den H\u00f6hepunkten seines\u00a0Ausfluges\u00a0mit dem Hausboot\u00a0entlang der Sa\u00f4ne, von Scey bis nach Besan\u00e7on.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":19603,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"content-type":"","inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[181],"tags":[361,182],"class_list":["post-19626","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-erfahrungsberichte","tag-bfc","tag-gewohnt"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.riverly.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19626","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.riverly.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.riverly.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.riverly.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.riverly.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19626"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.riverly.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19626\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19627,"href":"https:\/\/www.riverly.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19626\/revisions\/19627"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.riverly.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/19603"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.riverly.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19626"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.riverly.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19626"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.riverly.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19626"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}